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Hinweis zu Gesundheitsthema:
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Dupuytrensche Kontraktur - Morbus Dupuytren

Morbus Dupuytren am Ringfinger
Foto: Frank C. Müller - CC BY-SA 2.5


Guillaume Dupuytren

Injektionsbehandlung
© Alexander Raths - Fotolia

Neue Injektionsbehandlung hilft rasch und unkompliziert!

Oft beginnt es harmlos mit einem kleinen Knoten, einer unauffälligen Wucherung in der Handfläche am Ansatz des kleinen Fingers oder des Ringfingers. In weiterer Folge lassen sich betroffene Finger nicht mehr vollständig strecken, die Handfunktion ist stark eingeschränkt. Diese Kontraktur, benannt nach dem Chirurgen Guillaume Dupuytren aus Frankreich, ist eine gutartige Bindegewebswucherung der Sehnenplatte in der Hohlhand, der Hüllen der Handmuskeln (auch Faszien genannt) und der in das Hautgewebe einstrahlenden Bindegewebszüge.

Häufig treten diese Beschwerden im fortgeschrittenen Alter auf, Männer erkranken meist früher und auch häufiger als Frauen. Interessant ist, dass diese Erkrankung in der westlichen Welt (Europa und Nordamerika) viel öfters als in Asien oder Afrika auftritt. Über die Ursachen gibt es in der Wissenschaft widersprüchliche Angaben, zur Diskussion steht auch eine genetische Disposition.

Symtome bei Morbus Dupuytren

Die sich langsam über die Jahre und meist schmerzfrei entwickelten Wucherungen führen zu einer Verhärtung und Verdickung des Gewebes in der Innenfläche der Hand. Mit der Zeit verliert das Gewebe an Biegsamkeit, es tritt eine Verkürzung der betroffenen Finger auf und schlussendlich verkrümmen diese in einer Beugestellung. Im Laufe der Zeit können auch Haut und Gelenkskapsel der Fingergelenke schrumpfen, Adern und Nervenstränge werden durch Druck funktionell beeinträchtigt.

Der Verlauf der Erkrankung ist von Fall zu Fall unterschiedlich, mit langsamerem oder schnellerem Fortschritt der strukturellen Veränderungen. Meist dauert es aber Jahre bis die Finger in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. Häufige Stellen sind die Hohlhand, der Ringfinger, der kleine Finger, der Mittelfinger, eher selten der Zeigefinger und der Daumen.

Behandlung von Morbus Dupuytren

Neben einer operativen Behandlung bietet sich vor allem die Injektion eines Enzyms an. Diese Behandlungsmethode erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Bei dieser neuartigen Injektionsbehandlung wird ein von einem Bakterium abstammendes Enzym direkt in den Dupuytren-Strang injiziert. Dabei löst sich dieser teilweise auf. Nach einem Tag bricht der Strang manuell auf.

Dieses Enzym ist in Europa seit Anfang 2011 zugelassen. Studien zeigen, dass in den allermeisten Fällen auch sehr stark in Mitleidenschaft gezogene Finger unmittelbar nach dieser Therapie wieder ausgestreckt werden können. Nach aktuellem Wissenstand scheint die Injektionsbehandlung auch längerfristig wirksam zu sein, wobei aussagekräftige Beweise für den Langzeiteffekt noch ausstehen.

Für Patienten, die mit dieser Methode behandelt wurden, wird ein einjähriger Therapie-Beobachtungszeitraum empfohlen.

Quelle & weitere Infos: www.dupuytren.at


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