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Altenpflege: Wann ist der richtige Zeitpunkt für stationäre Pflege?



Altenpflege - Quelle: Fotolia
© gilles lougassi - Fotolia
Es ist keine Frage, dass sich Ihr Angehöriger zuhause am wohlsten fühlt. Ebenso sicher ist, dass die individuelle Betreuung der Heimbewohner in vielen Pflegeeinrichtungen wahrscheinlich nicht Ihren Vorstellungen entspricht.

Manchmal ist das Heim die beste Lösung.

Die vertraute Umgebung des Zuhauses bietet Ihrem Angehörigen Sicherheit. Trotzdem ist die Pflege zuhause – auch bei Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst – für Sie eine enorme körperliche und seelische Belastung. Zudem ist durch das Fortschreiten der Erkrankung der Einzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung in den meisten Fällen irgendwann unumgänglich. Bei aller Belastung, die die Pflege Ihres Angehörigen für Sie bedeutet: Diese Entscheidung ist für die meisten Angehörigen nur sehr schwer zu treffen. Hier sind einige Kriterien zusammengestellt, die Ihnen helfen herauszufinden, wann der Zeitpunkt für eine Heimaufnahme gekommen ist.

Hinweis: Wann immer Sie die Entscheidung für die stationäre Pflege treffen: Betrachten Sie diesen Schritt auf keinen Fall als persönliches Versagen. Letztlich ist der Einzug Ihres Angehörigen in ein Pflegeheim die konsequente Weiterführung der Pflege.

Diese Vorteile hat die Pflege im Heim
Wenn Sie mit der Pflege Ihres Angehörigen überfordert sind, sollten Sie sich dies eingestehen. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihren Angehörigen nicht ausreichend lieben. Es handelt sich dabei auch keineswegs um Ihr Versagen. In den meisten Fällen ist die Pflege eines Demenzerkrankten irgendwann zuhause nicht mehr möglich. Dann ist es für Sie und auch Ihren Angehörigen besser, wenn er stationäre Pflege in Anspruch nimmt. Denn der Einzug ins Heim heißt keineswegs, dass Sie sich nicht mehr um Ihren Angehörigen kümmern würden oder können. Es ist sogar sehr wichtig, dass Sie auch im Pflegeheim für Ihren Angehörigen da sind. Denn auch das beste Pflegeheim ersetzt nicht die Nähe eines vertrauten Menschen – selbst dann, wenn Ihr Angehöriger Sie nicht mehr erkennt. Wenn Ihr Angehöriger stationär gepflegt wird, heißt das für Sie:

  • Das Beisammensein mit Ihrem Angehörigen ist entspannter, weil Sie „nur“ Freizeit miteinander verbringen.
  • Weil Sie weniger belastet und ausgeruhter sind, können Sie die gemeinsame Zeit für angenehme Dinge, wie z. B. Fotoalben ansehen, von alten Zeiten erzählen usw., nutzen.
  • Sie haben im Pflegeheim Ansprechpartner, die Ihnen in problematischen Situationen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
  • Ihre Besuche erhöhen die Lebensqualität Ihres Angehörigen.

Inanspruchnahme der stationären Pflege für Ihren Angehörigen ist kein „Abschieben“. Gerade bei Demenzerkrankten gelangt die häusliche Pflege aufgrund der besonderen Probleme irgendwann an ihre Grenzen. Sie haben Ihr Möglichstes getan. Niemand kann allein über einen langen Zeitraum 24 Stunden täglich für einen anderen da sein. Auch die Pflegekräfte im Heim wechseln sich ab, um dieser schweren Anforderung gerecht werden zu können.

Link: DPV:: Deutscher Pflegeverband


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