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Hinweis zu Gesundheitsthema:
Ich bin keine ausgebildeten Medizinerin, für Experten-Informationen kontaktieren Sie bitte einen Arzt. Konstruktives Feedback ist willkommen!

Schulmedizinische Therapieformen gegen Schlaflosigkeit



Schlaflosigkeit - Foto: Fotolia
© rosental - Fotolia
Um eine wirksame Therapie gegen Schlaflosigkeit zu finden, bedarf es einer genauen Anamnese. Schlaflosigkeit kann aus den unterschiedlichsten Ursachen resultieren und ist eine sehr individuelle Krankheit. Ebenso individuell muss die Behandlung auf den Patienten abgestimmt sein, damit sie zum Erfolg führt.

Medikamentöse Behandlungsmethoden

Wer Hilfe in der Schulmedizin sucht, wird vor allem auf medikamentöse Behandlungsmethoden aufmerksam. Um diese effizient einsetzen zu können, ist es von großer Wichtigkeit, die Ursache der Schlaflosigkeit herauszufinden. Liegt diese in einer körperlichen oder psychiatrischen Erkrankung, muss zunächst diese behandelt werden. Möglicherweise verbessert sich dadurch indirekt auch das Schlafverhalten. Beispielsweise der gegen Asthma eingesetzte Wirkstoff Theophyllin kann durch positiven Einfluss auf Störungen der Atmung das Schlafverhalten verbessern. Im Fall von Depressionen oder depressiven Verstimmungen als Vorerkrankung können in vielen Fällen Antidepressiva als Dauermedikation vom Arzt hilfreich sein. Sind Umwelteinflüsse für die Schlafstörungen verantwortlich, so ist es angezeigt, störende Faktoren wie Lärm oder Unruhe in der nahen Umgebung zu unterbinden. Manchmal kann auch die Einnahmen bestimmter Substanzen wie Medikamente oder Alkohol eine chronische Schlafstörung bedingen. Viele kennen die belebende Wirkung von Kaffee, die einen nicht schlafen lässt. Auch eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten gegen bestehende Vorerkrankungen sollten gemeinsam mit dem Arzt im Bezug auf Schlafstörung besprochen werden. Möglicherweise kann eine Dosisveränderung oder Wirkstoffwechsel eine bestehende Schlafstörung mildern. Manche Menschen reagieren in Phasen großer Belastungen im Lebensalltag mit Schlafstörungen. Als Beispiel kann man sich die Vorbereitungszeit auf eine wichtige Prüfung vorstellen. In der Regel klingen Schlafstörungen aufgrund von Belastungssituationen von alleine ab, wenn die Situation sich gebessert hat.

Liegt keine deutlich erkennbare Ursache für die Schlafstörung vor, handelt es sich um eine sogenannte primäre Schlafstörung. Diese wird schulmedizinisch durch Gabe von Medikamenten behandelt. Bei weniger ausgeprägte Formen der Schlafstörung wird man zunächst versuchen, Präparate aus der Pflanzenheilkunde zu verwenden. Baldriantinkturen, Hopfentabletten, Melissentee oder Johanniskraut können beruhigend wirken und zu ruhigerem Schlaf verhelfen. Bei chronischen Schlafstörungen oder stärkern Formen wird man die Medikation auf synthetische Schlafmittel zurückgreifen. Das Angebot an schlaffördernden Präparaten ist sehr vielfältig und wird häufig sorglos ohne ärztliche Verordnung eingenommen. In jedem Fall sollten diese Medikamente aufgrund der Nebenwirkungen und der Gefahr der Abhängigkeit ausschließlich in Rücksprache mit dem Arzt angewandt werden. In vielen Fällen wird der Arzt zunächst sogenannte Bezodiazepine einsetzen, die entspannend auf Körper und Psyche einwirken. Eine Dauergabe dieser sogenannten Monopräparate ist jedoch nicht zu empfehlen, da der Körper sich auf den Inhaltsstoff einstellt und die Wirkung nach und nachlässt.

Wichtig bei der Auswahl des richtigen Medikaments ist, das Schlafproblem zu differenzieren. Bei einer Einschlafstörung bedarf es eines schnell wirkenden Mittels. Die Wirkdauer spielt hier keine große Rolle. Zur Behandlung von Durchschlafstörungen muss eine verlängerte Wirkung erzielt werden. Seit einigen Jahren wird auch der Wirkstoff Zopiclon eingesetzt. Ziel ist es, ein normales Schlafschema zu erreichen. Bei dieser Therapie wird die Tiefschlafphase nicht verkürzt und die Gefahr der Abhängigkeit ist sehr gering. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, Antidepressiva gegen Schlafstörungen einzusetzen, auch wenn keine Depression als Vorerkrankung vorliegt. Durch Beruhigung und Stimmungsaufhellung können positive Wirkungen auf den Schlaf hervorgerufen werden. In seltenen Fällen wird auf Neuroleptika zurückgegriffen, die eigentlich als Medikamente bei Psychosen eingesetzt werden. Auch hier besteht ein großes Risiko von Abhängigkeit und unerwünschten Nebenwirkungen.

Momentan wird noch am Einsatz von körpereigenem Melantonin geforscht. Der Stoff beeinflusst schon in geringen Dosen den Rhythmus von Schlaf- und Wachphasen. Für einen Einsatz bei Schlafstörungen liegen allerdings noch keine ausreichenden Erkenntnisse vor.

Surftipp für Patienten aus Wien:
Das Team von Integrative-Medizin bietet auch alternative Methoden, um die Schlaflosigkeit fortzuschaffen.

von Frau Huber


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